--- Oktober 2011 ----
Auf der Saale-Konferenz am 04. Oktober 2011 stellte der Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt Herr Webel eindeutig fest, das sich das Land mit den Planungen im BMVBS für die Einstufung der Saale in die Kategorie Restnetz nicht einverstanden erklärt. Auch der große Protest von zahlreichen Betrieben, Firmen, Vereinen und Privatpersonen hat dem BMVBS gezeigt, das es kein Restnetz geben darf. Ebenso hält das Land an den Planungen für den Saale-Seiten-Kanal fest.
Auf der Konferenz wurde auch das Ergebnis des Meinungsforschungsinstitut Info GmbH vorgestellt. Bei der Umfrage wurden 1000 zufällig ausgewählte Personen am Telefon befragt.
Eine klare Mehrheit (74%) ist der Meinung, dass ganzjährige Transporte auf der Saale möglich sein müssen. Lediglich 21 Prozent sagen, Flüsse sollten nicht ausgebaut werden. Vor allem die Anhänger von CDU, Linkspartei und SPD setzen auf die Binnenschifffahrt. Aber auch 65 Prozent der Wähler von Bündnis 90/Die Grünen.
Eine Mehrheit gab an, dass der Ausbau der Saale eine wichtige Voraussetzung für die Schaffung neuer und den Erhalt vorhandener Jobs ist. Gegen eine Herabstufung des Flusses zur Restwasserstraße stimmten 64 Prozent.
Warten wir die nächsten Entscheidungen aus Berlin ab. Inoffiziell heißt es bereits - das Restnetz "ist vom Tisch".
--- Juli 2011 ---
Liebe Leser
aus aktuellem Anlass möchten wir Euch heute über das Thema "Abstufung der Saale ins Restnetz" informieren.
Am 18.07.2011 hat unser Vorsitzender einen Anruf aus dem südlichen Berliner Raum bekommen.
Zitat des Anrufers: "Mit Interesse habe ich Ihren Brief an Herrn Ramsauer gelesen. Was Sie befürchten wird mit Sicherheit eintreten.
Was Renaturierung bedeutet können Sie sehen und mich bei Interesse gerne mal besuchen, aber bitte bringen Sie Gummistiefel mit".
Was also auf die Saale - Anreiner zukommt wenn die Saale zum Restnetz deklariert werden würde kann jeder am
Beispiel der Gegend Müggelspree nachlesen auf http://www.lela24.de/hochwasser/index.php
Restnetz bedeutet
- Aufgabe des Flusses als Verkehrsweg
- Stillegung aller technischen Anlagen (Schleusen und Wehre)
- Einstellung jeglicher Unterhaltungsarbeiten am Fluss
- Renaturisierung des Flusses
Die Folgen für uns
- Keine Befahrbarkeit des Flusses für jegliche Fahrzeuge
- Keine Bedienung der Schleusen (technischer Verfall)
- Vernichtung von Arbeitsplätzen (Tourismus)
- Abwanderung von Firmen und Betrieben
- Millionen Investitionen bleiben ungenutzt (z.B. neuer Stadthafen Halle)
- Sedimentablagerungen im Fluss und besonders in der Fahrrinne
- Massive Verschlechterung des Hochwasserschutzes !!!!
- Erhöhung des Grundwasserstandes entlang der Saale
- Verödung von landwirtschaftlich genutzten Flächen (Vernässung)
- Wertverlust der Immobilien entlang der Saale (Hochwassergebiet)
Das Wort Renaturisierung wird natürlich unsere lieben Umweltschützer erfreuen. Es ist doch eine gute Sache, wenn der Bieber und Frösche mehr Platz am Fluss bekommt und nicht mehr von Sportbooten, Kanuten und Ausflugsschiffen gestört werden.
Dafür steigt dann zwar die Hochwassergefahr. Durch Sedimentablagerungen im Fluss bringt das nächste Hochwasser ungeahnte Wasserstände. Denn die Deichanlagen sind ja auf dem Stand ausgelegt, als der Fluss noch regelmäßig unterhalten wurde. Durch Errosion wird der Fluss seine Ufer verändern, selten zum Vorteil der Anwohner. Landwirte verlieren Ackerflächen in Flussnähe, Grundstücke entlang der Saale lassen sich nicht mehr verkaufen und Eigenheime verliehren ihren Wert und die Eigentümer bekommen keine Versicherung mehr, weil ihr Haus jetzt im Hochwassergebiet steht. Zahlreiche Investitionen sind jetzt wertlos, zum Beispiel der neue Stadthafen Halle, Sportbootanleger in Bernburg oder die Rekonstruktion der Schleusen. Wie solche Flussabschnitte später aussehen, kann man sich gern am Merseburger Mittelkanal ansehen.
Und DAS sehen die Naturschützer gern -> ?
Jeder Hausbesitzer hat es schon gehört -> EIGENTUM VERPFLICHTET
Die Saale ist als Bundeswasserstraße Eigentum des Bundes, und verpflichtet somit den BUND zur Erhaltung.
Natürlich treten die genannten negativen Umstände nicht "über Nacht" ein. Es bedarf schon einiger Monate bis Jahre, doch dann zeigt der RESTNETZ-Fluss sein neues Gesicht. Zu diesem Zeitpunkt liegt Herr Ramsauer mit hart erarbeiteter Altersbezügen vielleicht am schönen Strand vom Mittelmeer.
Und natürlich haben sich dann alle unsere Gedanken und Bemühungen für die Vollendung des Saale-Elster-Kanals quasi erledigt, wenn die Saale nicht mehr als Zubringerfluss zu Verfügung steht.



